Verwendung von FLO

  • 20. März 2017

Verwende FLO in der angegebenen Konzentration!

Obwohl die Verwendung von FLO denkbar einfach ist, gibt es ein paar Kniffe und Tricks, die dir dabei helfen, das Beste aus FLO herauszuholen! In diesem kleinen Text findest du Anleitungen, um deinen Pflanzen schon beim Eintopfen einen optimalen Start zu geben und deinen eigenen Komposttee zu brauen.

 

Früher habe ich alleine in meinem Garten gearbeitet, heute habe ich Millionen von Mitarbeitern! Sie brauchen keinen Urlaub, wollen kein Gehalt und sind auch nicht gewerkschaftlich organisiert. Sie arbeiten einfach 24/7 für meinen Erfolg: die Rede ist natürlich von lebendigen Mikroorganismen!

Alles was nötig ist, um sie bei Laune zu halten, ist den Boden feucht zu halten. Denn trocknet der Boden aus, sterben die meisten der Organismen und es dauert eine Zeit, bis sie den Boden wieder in ausreichender Konzentration bevölkern.

Einfache Anwendung:

Für Sämlinge, Stecklinge und Pflanzen in der Wachstumsphase mischt du FLO in der angegebenen Konzentration (200ml-500ml pro 10 Liter Substrat) unter Erde oder Kokos, wobei ich die Verwendung von Erde empfehle. Fülle deinen Pflanztopf mit dieser Mischung, setze deine Pflanze ein und wässere sie.

Für die Blütephase mischst du deinen 5 Liter Beutel FLO mit 25 Litern Erde oder Kokos und füllst damit die untere Hälfte deines Pflanztopfes. Dann füllst du den restlichen Topf mit FLO für die Wachstumsphase oder deinem Ausgangssubstrat, setzt deine Pflanze ein und wässerst sie. Die Pflanze bekommt bis zur Ernte nur noch reines Wasser, der pH-Wert muss nicht korrigiert werden.

Fortgeschrittene Anwendung:

Für optimale Startbedingungen mischt du FLO bereits eine Woche vor Gebrauch unter dein Substrat. Wenn du willst, kannst du zusätzlich etwas Reis oder Haferflocken untermischen. Dann wässerst du das fertig angemischte Substrat leicht und lässt es für sieben Tage in einem geschlossenen Behälter ruhen.

In dieser Zeit besiedeln die lebendigen Mikroorganismen das Substrat, wodurch es stark mit Enzymen und Wurzelstimulatoren angereichert wird und sie beginnen, die im Substrat vorhandenen Nährstoffe aufzuschließen und somit ihre Verfügbarkeit die für die Pflanze zu verbessern.

Komposttee (actively aerated compost teas – AACT)

Als Komposttee bezeichnet man die aerob fermentierte Lösung von Kompost in Wasser. Das Geheimnis des Komposttees liegt nicht in den enthaltenen Nährstoffen, sondern in der hohen Aktivität der lebendigen Mikroorganismen. Er ist also eine tolle Möglichkeit, das Bodenleben in Schwung zu bringen, z.B. falls der Boden einmal zu trocken geworden ist.

Dazu benötigt man eine Luftpumpe für Aquarien, einen Luftschlauch, einen Belüftungsstein (Luftausströmstein, Airstone), ein geeignetes Behältnis (Eimer) und möglichst reines Wasser (RO oder H2Odest.). Diese Artikel gibt es schon für ein paar Euro in allen Fachgeschäften für Aquaristik und vielen Baumärkten.

Nun schließt du den Belüftungsstein an deine Luftpumpe an, legst ihn in deinen Behälter und gibst Wasser und FLO hinein. Du solltest einen halben bis einen Liter FLO pro 10 Liter Wasser verwenden. Das Wasser sollte möglichst stark sprudeln (es gibt kein „zu viel“ Luft, zu wenig aber sehr wohl)! Von der Verwendung eines „Teebeutels“, also eines Stoffbehältnisses, in den du den Kompost füllst, rate ich ab.

Der eigentliche Brauvorgang dauert je nach Temperatur sieben bis zehn Tage. Der Tee sollte im Verhältnis 1:5 bis 1:10 mit deinem Gießwasser verdünnt und sofort verwendet werden.

Es gibt generell zwei Möglichkeiten, die Zusammensetzung der Mikroorganismen im Komposttee zu beeinflussen. Einmal ist das Ergebnis ein Tee, bei dem der Anteil an Bakterien überwiegt, das andere Mal überwiegen die Pilze.

Um einen Komposttee zu brauen, bei dem die Bakterien überwiegen, gibst du einen Esslöffel Melasse auf 10 Liter Wasser. Während des Brauvorganges verwerten die in FLO enthaltenen Bakterien die Kohlenhydrate der Melasse und vermehren sich. Reicht die Belüftung des Behältnisses nicht aus, vermehren sich vor allem die anaeroben Bakterien, zu denen auch viele Krankheitserreger zählen. Mit dieser Methode können die in FLO lebenden Bakterien, nicht aber die Effektiven Mikroorganismen, vermehrt werden.

Um einen Komposttee zu brauen, bei dem die Aktivität der Pilze überwiegt, benötigt man etwas Vorbereitung: Hierzu mischt man die benötigte Menge FLO bereits eine Woche vor Beginn des Brauvorganges mit Reis oder Haferflocken und stellt diese Mischung unter Luftabschluss an einen dunklen und warmen Ort. Bereits nach wenigen Tagen kann man mit dem bloßen Auge erkennen, wie die Pilze die Kohlenhydratquellen befallen. Nach ca. einer Woche ist der Kompost dann soweit, dass man einen Tee daraus brauen kann. Bei einem pilzbasierten Tee sollte man auf die Zugabe von Melasse verzichten.

Ein Komposttee ist eine gute Möglichkeit, um das Bodenleben in deinem Garten in Schwung zu bringen. Sollten deine Pflanzen einmal zu trocken geworden sein, kannst du so dein Substrat schnell mit Mikroorganismen besiedeln.

 

Solltest du weitere Fragen zu FLO oder seiner Anwendung haben, nutze das Kontaktformular auf dieser Website. Deine Fragen werden so schnell wie möglich beantwortet.

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